Maschinenbaubranche verzeichnet wieder Auftragsplus

Das laufende Geschäftsjahr hatte für die Branche des Maschinenbaus in Deutschland nicht besonders rosig begonnen. Die Aufträge blieben aus und Grund für die schlechte Lage war wohl hauptsächlich die schlechte Wirtschaftslage und die schwache Weltkonjunktur. Die Branche ist extrem mittelständisch und von Traditionsunternehmen wie der Fa. Lütgert geprägt und auf eine gleichmäßige und positive Auftragslage angewiesen. Erst im April hatte man mehr Auftragseingänge verzeichnen können als im Vergleich zum vergangenen Jahr, doch über die Sommermonate sah es auftragstechnisch mau aus in der Industrie.

Wie der Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) in dieser Woche in Frankfurt am Main mitteilte, können Deutschlands Maschinenbauer momentan aber das erste Auftragsplus seit drei Monaten verzeichnen. Insbesondere Großaufträge aus dem Euroraum sorgen dafür, dass es der Branche wieder besser geht. Doch VDMA-Chefvolkswirt Ralph Wiechers warnt vor einer allzu großen Euphorie. Man dürfe das Ergebnis nicht überbewerten, auch wenn der Geschäftsmonat August ein ermutigendes Zeichen für die weitere Entwicklung der Geschäfte gesendet habe. Seinen Einschätzungen zufolge werde sich die Stimmung weltweit wieder aufhellen.

Im August habe sich der Ordereingang aus den Euro-Partnerländern mit einer Wachstumsrate von 31 Prozent außergewöhnlich positiv abgehoben, so Wiechers. Mitte Oktober plant der VDMA, eine Gesamtprognose für das Jahr 2013 zu veröffentlichen. Wenn man den enttäuschenden Start des Jahres betrachtet, dann könnte es für dieses Jahr nicht zu einem Wachstum von zwei Prozent sondern eher zu einem Minus von einem Prozent im Vergleich zum vergangenen Jahr kommen, als die Maschinenbauer einen Produktionswert von 194 Milliarden Euro zu verzeichnen hatten. Das Tauziehen um die Regierungsbildung, das momentan noch andauert, sei keine gute Basis für die Branche, so Wiechers. Die Maschinenbauer bräuchten eindeutige Signale, wie es in den kommenden Jahren in Deutschland in Bezug auf Steuern und Reformen weitergehen wird. Investitionen würden erst dann getätigt werden, wenn man sich sichergehen könne, dass Steuererhöhungen ausblieben.

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Über den Autor

Artikel geschrieben von Ali

Ich bin Gründer der Lernplattform CoboCards und leidenschaftlicher Blogger.

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