Eurovision 2013: Gutes Marketing gewinnt vor guten Songs

Die Eurovision hat ihre neue Gewinnerin: Emmelie de Forest aus Dänemark. Sie hat am Ende mit 281 Punkten das Rennen um Europas Musikkrone für sich entschieden. Den zweiten Platz holte Farid Mammadov aus dem Aserbaidschan, der zugleich auch den von mir im Beitrag zuvor erwähnten Male Model Contest wohl endgültig gewonnen haben dürfte. Den dritten Platz holte die Ukraine.

Ich habe mir den Eurovision 2013 live im Fernsehen angeschaut. Es gab einige sehr gute Lieder, andere waren wiederum ein Flop.

Die Tops und Flops

Mir persönlich haben die Lieder aus dem Aserbaidschan, Norwegen, Russland und Deutschland gefallen. Das Lied aus Ungarn fand ich zudem sehr sympathisch, auch wenn der Sänger nicht die größte Stimme besaß.

Ich hatte das Gefühl, dass es dieses Jahr mehr Balladen bei der Eurovision gab als in den Jahren zuvor. Die bestplatzierteste Ballade hieß „Hold Me“ und wurde vom 21-jährigen Azeri Farid Mammadov gesungen. Die Ballade aus Georgien war ebenfalls nicht schlecht, jedoch nicht konkurrenzfähig.

Bei den etwas rhythmischeren Liedern hätte beispielswiese auch Rumänien für eine Überraschung sorgen können.

Der größte Flop war für mich das Lied aus Irland. Es war einfach nicht der Insel würdig. Ich weiß nicht, was die Iren da geritten hat. Zwar floppte auch das Lied der Briten. Dennoch meine ich nicht, dass sowohl das Lied als auch Bonnie Tyler diese Platzierung verdient haben. Die Engländer sind eben nicht beliebt in Europa. Das müssen sie sich selbst zuschreiben.

Dass Deutschland so schlecht abgeschließen würde, hätte ich nicht gedacht. Vielleicht lag es daran, dass „Glorious“ zu sehr dem Gewinnerlied aus 2012 ähnelte.

Warum gewann „Tear drops“?

Wie ihr an meiner Favoritenliste und der Überschrift erkennen könnt, bin ich nicht unbedingt der Meinung, dass der Sieg Dänemarks auf die gute Interpreation des Liedes zurückzuführen ist. Hier spielt das Marketing eine ganz große Rolle. Denn Wochen vorher hatte das Marketingteam um die dänische Sängerin ihre Aufgabe begonnen und das Netz mit PR überschüttet. Fast alle Buchmacher gaben Dänemark schon als sicheren Sieger vor. Dies hat die Voter sicherlich beeinflusst. Das Lied selbst ist für mich 08/15.

Fazit

Das Ergebnis aus Malmö zeigt, dass Platzierung nicht unbedingt politisch, sondern von der PR bestimmt. So ist für mich der Aserbaidschan mit Farid Mammadov der wahre Gewinner der Eurovision 2013.

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Über den Autor

Artikel geschrieben von Ali

Ich bin Gründer der Lernplattform CoboCards und leidenschaftlicher Blogger.

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Comments

  1. Das ich das erste mal unser Lied hörte, hab ich gleich gesagt, das das mit Deutschland dieses Jahr nichts wird. Für mich war es auch zu nah am Vorjahressieger. Das De aber so schlecht abschneidet, das hätte ich nicht gedacht und ich denke auch das es daran liegt, das wir Deutsche in Europa gerade nicht sehr beliebt sind. Das Dänemark gewonnen hat, kann aber durchaus an der guten PR liegen.

  2. Hi,
    ich finde schon das manche Bewertungen auch politischer Natur sind. Sicherlich hast Du recht, das die PR-Agenturen schon einiges leisten, aber ich denke das bei manchen immer noch politische Konflikte die Beurteilung beeinflussen. Ja Deutschland war nicht unbedingt gut aufgestellt, ich wundere mich nach wie vor über den damaligen Sieg von der Lena – vielleicht war damals auch die PR so gut?!

  3. In den Anfängen triumphierte Britney Spears auch über Christina Aguiliera. Und das nicht, weil diese etwa die bessere Sängerin war, sondern weil diese das bessere Marketing mit den besseren Kontakten hatte. Es kommt eben leider immer auch darauf an, wie gut man sich verkauft.

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